Neulich beim Kunden…

Applikationen, Open Source, User experience 1 Kommentar »

Kunde: Auf dem Gerät wäre noch eine Linux-Installation neben dem Windows mit drauf. Kann man die nicht einfach löschen?

Tochter des Kunden (17, in Panik): NEIN! Linux ist cool!!!!! Ich LIEBE Linux!!!! Ich kann damit zwar nicht umgehen, aber es ist alternativ!!!!!

*ohne Kommentar*

PS: Bitte keine Flamewars! Ich habs nicht gesagt! ;)

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Phun – Der ultimative 2D Physik-Baukasten

Applikationen, E-Learning, Open Source, Web 2 Kommentare »

Soeben bin ich über Phun gestolpert. Es handelt sich dabei um einen 2D Physik-Baukasten für den PC, der von Teilchensimulation über Mechanik bis hin zu Flüssigkeitssimulation alles beherrscht. Dabei kam natürlich der Spieltrieb in mir auf und ich habe erstmal ein paar lustige Stunden mit Phun zugebracht.

Aber sehen Sie sich am besten selbst einmal an, was man mit Phun alles anstellen kann:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=0H5g9VS0ENM[/youtube]
Phun ist als Download für Linux, Windows und Mac OS erhältlich und ist vollkommen kostenfrei.

Ich könnte mir Phun hervorragend im modernen Schul- und Universitätsunterricht vorstellen. Man könnte somit durch eigene Experimente Physik verstehen lernen, was ja nachgewiesenermaßen ein wesentlich tieferes Wissen darstellt als Auswendiglernen im Rahmen von Erfolgskontrollen.

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Tim O’Reilly über Verlage im Web 2.0

Events, Podcast, Vorträge, Web 2.0 Keine Kommentare »

Heute hat mich auf der Bahnfahrt einer der innovativsten Köpfe des Internet begleitet: Tim O’Reilly. Nein, natürlich nicht persönlich, sondern als Podcast auf meinem MP3-Player. Trotzdem hatte ich 25 sehr private Minuten mit diesem Mann, denn viele der Dinge, die er während der O’Reilly Tools of Change Conference über die für ein Überleben notwendigen Entwicklungen von Verlagen im Web 2.0 gesagt hat, haben mich inspiriert über Bücher in einer völlig anderen Weise nachzudenken.

Hier einige der Kernaussagen (zumindest das, was ich daraus ziehe ;) ):

  • Sachbücher (insbesondere Computerbücher) unterscheiden sich von Belletristik (haha, wie offensichtlich) insofern, dass sie nicht vollständig gelesen werden, sondern nur die für die Lösung eines bestimmten Problems wichtigen Teile. Tim O’Reilly spricht hier von weniger als 8% des Buchinhalts.
  • Problemorientierte Bücher werden sich als ebooks nicht besser verkaufen lassen als traditionelle papiergebundene Bücher, sondern eher schlechter. Die Verkaufszahlen lassen sich nur dann optimieren, wenn Online-Plattformen angeboten werden, auf denen Bücher nicht verkauft sondern gegen einen Monatsbeitrag verliehen werden. Ein erster erfolgreicher Ansatz hierzu stellt die von O’Reilly betriebene Plattform Safari books online dar, auf der mehrere tausend Titel zu den Themen Wirtschaft und Technik zu einem vernünftigen Abo-Preis angeboten werden.
  • Starke Kopierschutzverfahren schränken Benutzer in der Benutzung der von Ihnen erworbenen Medien ein und führen zur Ablehnung durch die Konsumenten. Es ist daher unerlässlich ein relativ schwaches Kopierschutzverfahren zu etablieren, das den Kunden viel Freiheit bei der Benutzung ihrer Medien lässt. Im Gegensatz zur Musikindustrie hält Tim O’Reilly sogar die Angst vor Raubkopien für übertrieben. Seiner Ansicht nach werden tendenziell eher Titel raubkopiert, die insgesamt nur einen kleinen Teil zum Gewinn des Unternehmens beitragen. Somit wird für diese Titel überhaupt erst eine Plattform geschaffen, welche dazu beitragen kann, dass ehemalige Raubkopierer zu Käufern von Produkten werden.

Alles in allem ein hochinteressanter Vortrag mit vielen revolutionären Ideen, den ich Ihnen auf gar keinen Fall vorenthalten möchte: Hier finden Sie den kompletten Vortrag von Tim O’Reilly zu Verlagen im Web 2.0 im IT Conversations Network.

Ich würde mich sehr freuen von Ihnen zu erfahren, was Sie zu den von Tim O’Reilly angeschnittenen Thesen denken.

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