Geniales Plugin für Googles GMail verhindert Ärger mit dem Chef

Applikationen, Usability, User experience, Web 2.0 2 Kommentare »

“Ich schreibe nie wieder im Vollrausch eine E-Mail!!!” Diesen Vorsatz kennt jeder, der nach Wein, Weib und Gesang eine Mail an seine Vorgesetzten/besten Freunde/Lebenspartner/Eltern/… gesendet hat und ihnen mitgeteilt hat, was er/sie wirklich von ihnen hält ;)

Doch dank eines Plugins für Googles E-Maildienst GMail ist damit nun endgültig Schluss. Das kleine Programm namens “Mail Gogglesverhindert zu bestimmten Uhrzeiten schlicht den Versand einer E-Mail, indem es dem User eine nur nüchtern zu lösende Rechenaufgabe stellt. Nur wenn diese mathematische Höchstleistung vollendet wird, geht die E-Mail auf ihren Weg. Andernfalls bleibt sie schlicht im Entwurfsordner liegen und kann später in nüchternem Zustand unter Augenschein genommen werden :)

Usability mal völlig anders! Das GMail-Plugin kann einfach über die Einstellungen in GMail (Tabulator “Labs“) aktiviert werden. Eventuell ist diese Funktion nur für Benutzer des englischsprachigen Layouts von GMail verfügbar.

Mehr Informationen zu GMail Mail Goggles im offiziellen GMail-Blog

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Neulich beim Kunden…

Applikationen, Open Source, User experience 1 Kommentar »

Kunde: Auf dem Gerät wäre noch eine Linux-Installation neben dem Windows mit drauf. Kann man die nicht einfach löschen?

Tochter des Kunden (17, in Panik): NEIN! Linux ist cool!!!!! Ich LIEBE Linux!!!! Ich kann damit zwar nicht umgehen, aber es ist alternativ!!!!!

*ohne Kommentar*

PS: Bitte keine Flamewars! Ich habs nicht gesagt! ;)

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User experience: Sehen Internetnutzer Webseiten so, wie es sich Webdesigner gedacht haben?

Tutorial, Usability, User experience, Vorträge, Web, Web 2.0 12 Kommentare »

Auch im Zeitalter des Web 2.0 ist das Thema “User experience” (Wahrnehmung von Webinhalten durch Nutzer) noch nicht bei allen Webdesignern und Programmieren angekommen. Immer noch wird jeden Tag eine Fülle von Inhalten für das Internet produziert, die von den Nutzern nicht genutzt, oder noch schlimmer, überhaupt erst gar nicht wahrgenommen werden. Große Portalangebote fordern die Aufnahmefähigkeit der User heraus und überfluten sie mit Sinnesreizen. Während Usability-Jünger zunehmend einfache Webauftritte fordern, wollen Marketing-Experten mit multimedial angereichterten Webangeboten den Nutzer ködern – häufig auf Kosten der Benutzbarkeit der Webseiten.

Doch wie schlimm steht es eigentlich wirklich um die Benutzbarkeit von bekannten Websites? Werden Webinhalte vom Nutzer überhaupt so wahrgenommen, wie sie ursprünglich von Designern und Programmierern gedacht waren? Gemeinsam mit Rainer Lieser und Jana Jordis bin ich dieser Frage nachgegangen und habe einen kurzen Dokumentarfilm mit dem Titel “Ich sehe was, was Du nicht siehst – Das Internet in den Augen seiner Benutzer” gedreht. In diesem Film haben wir Passanten auf der Straße gebeten uns Ihre Lieblingswebseite zu beschreiben. Dabei sollten sie uns uns sagen, wie ihre Lieblingsseite aussieht und welche Inhalte sie dort besonders gerne nutzen. Einzige Bedingung: Der Name der Website durfte nicht genannt werden…

Hier können Sie sich das Video (13 Minuten) ansehen:

Mein Fazit zum Film: Ich habe während des Drehs und auch während zahlreicher Diskussionen bei öffentlichen Vorführungen des Films einiges zum Thema User experience lernen dürfen. Dabei konnte ich folgende Schlüsse ziehen:

  • Wahrnehmung ist immer subjektiv: Würde man 10 Interntnutzer zu ihrer Wahrnehmung eines bestimmten Webangebots befragen würde man 20 verschiedene Meinungen bekommen. Jeder sieht nun mal Dinge anders und jeder setzt seine Wahrnehmungsschwerpunkte anders.
  • Kontakt zur Basis nicht verlieren: Gerade wenn man als Webworker täglich am Puls der Zeit sitzt sollte man den einfachen Nutzer nicht vergessen und sich bewusst versuchen in dessen Lage zu versetzen. Es ist leicht sich über vermeintlich dumme Nutzer lustig zu machen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass sich umgekehrt gerade diese Nutzer täglich über dumme Programmierer aufregen, die nicht verstehen wollen, das schicke Features auch benutzbar sein sollten.
  • Mit Blick auf das Wesentliche zum Erfolg: Was für jedes reale Unternehmen gilt, gilt auch für virtuelle Unternehmungen: Nur wenn man sich auf eine EINZIGEN Geschäftsbereich spezialisiert wird man richtig erfolgreich sein können. Freemailanbieter, die neben dem Kerngeschäft, nämlich der kostenlosen Bereitstellung von E-Mailadressen, noch Promi-News-Verteiler und DSL-Anschluss-Verkäufer sind werden mit diesen Nebengeschäften nicht sehr erfolgreich am Markt bestehen können. Es wäre ein Trugschluss zu glauben, dass die Nutzer die Site aus irgendeinem anderen Grund aufgesucht haben, als eine kostenlose E-Mailadresse zu ergattern. Ein kurzer Blick auf das Alexa-Ranking reicht aus, um zu erkennen, dass in den Top 10 überdurchschnittlich viele Sites zu finden sind, die genau ein einziges Geschäftsfeld bedienen. Ich sehe es als Herausforderung des Web 2.0 an dem Nutzer reduzierte Angebote zu machen, die trotz alledem erfolgreich sein können.
  • Die Wege des Nutzers sind verschlungen und undurchsichtig: Es ist schon interessant, wenn Internetnutzer web.de aufrufen, um von dort aus auf “ihr Google” zu kommen. Vermutlich ist die Idee, die hinter Google Chrome steckt, nämlich den Browser als solchen immer mehr in den Hintergrund rücken zu lassen und wie eine weitere Desktop-Applikation aufzutreten, gar nicht so falsch. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Entwicklungen in diesem Bereich….

Ich hoffe sehr, dass Ihnen das Video gefällt. Wenn ja, dann geben Sie es doch an Ihre Freunde/Verwandte/Kollegen/… weiter. Wenn nein, dann verteilen Sie es bitte umgehend an alle Ihre Feinde ;)

PS: Auf Kommentare/Diskussionen zum Video freue ich mich schon jetzt!

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